Tempelritter…

 

… oder die Suche nach dem "goldenen Kind".

Meine Herren, vergangene Woche habe ich echt gedacht, ich werde wahnsinnig. Wie bereits erwähnt, bin ich ja derzeit dabei, meine Homepage auf ein CMS zu übertragen. Kann man das so sagen? Weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll.

Zuerst wollte ich ja Joomla nehmen (vor Monaten bereits, weil es mir empfohlen wurde). Ich habe dann Wochenlang probiert, mit etlichen Abbrüchen, weil ich mir immer wieder einredete, nicht konzentriert genug zu sein, wenn etwas nicht klappte. Schließlich stellte ich fest, das Joomla einfach "doof" für mich ist und begab mich auf die Suche nach einer Alternative. Als erstes gefiel mir dann Drupla, und ich begann Lokal meine Website zu installieren. Ich hätte schon skeptisch werden sollen, weil es gleich das erste CMS war, das die Regenbogen-Suchmaschine zu Tage brachte. Aber ich empfand das eher als Vorteil, weil ich mir dachte, dann ist es wenigstens gut frequentiert. Aber sollte es wirklich so einfach gehen? Nein, denn schließlich entpuppte sich die Menü-Erstellung als Böhmisches Dorf, oder wie die englisch-sprechende Bevölkerung sagen würde: "It’s all greek to me".

Hier war ich allerdings schlauer, denn ich wusste, das es einfacher geht, nämlich anhand meiner Erfahrungen in Sachen WordPress. Ich brach also auch meine Versuche mit Drupla ab.

Ich möchte an der Stelle mal erwähnen, das ich in Sachen php echt nicht doof bin. Ich behaupte nicht, php zu verstehen geschweige denn lesen zu können oder gar zu schreiben, aber wenn eine Dokumentation gut gemacht ist, komme ich zu Recht. phpBB (die Forensoftware) ist möglicherweise nicht das gelbe vom Ei oder der Nabel der Welt, aber wem das was sagt, selbst ich habe es geschafft, sie zu installieren und um diverse so genannte Hacks zu erweitern – inklusive Category Hierarchy Mod. Was nicht einfach ist, wer die Software kennt, weiß das. – Aber wenn ich mir die Dokumentationen von so manchem CMS anschaue (was phpBB im Endeffekt auch ist), rollen sich mir echt die Fußnägel auf.

Da wird mit Fachbegriffen um sich geworfen, wo ein Normal-Anwender bereits beim ersten Satz "raus" ist. Module über Plugins, Seiten und Artikel sind für die Entwickler verschiedene Formen der Eingabe eines Inhalts, wofür Kategorien da sind behalten diese auch für sich und man trennt hochtrabend primary und secondary Links … «« und das war nur ein kurzer Streifzug durch das Admin-Menu von drupal. Mit keinerlei erklärendem Text oder ähnliches im Gepäck. Und wenn, dann auch nur Fachchinesisch. Man begibt sich also zwangsläufig spätestens hier, auf die Suche nach einer Dokumentation. Wer mich kennt, weiß, das ich mir so was immer vorher suche, aber mir war echt nicht klar, das ich so Schwierigkeiten haben werde. Ich sah nur das verschiedene Themen behandelt werden. Und das ich Probleme mit dem Menü haben würde, sah ich beim überfliegen der Doku noch nicht.

Wie auch immer, es stellte sich dann raus: auch diese sind nur dürftig umschrieben, wenn überhaupt. Ich habe es schon mal erwähnt, am besten ist es bei mir, wenn man mir erklären kann, warum ich etwas tue, wie ich es tue. Es reicht nicht mir einfach zu sagen, klick hier und da, sondern ich will verstehen – ja muss sogar verstehen, wie sich das auswirkt, und welche eventuelle Alternativen ich hätte. Sonst kann ich mir das nie merken. Das ist das, von mir, so genannte "Philadelphia Prinzip". Jemand den Film gesehen, mit Tom Hanks? "Erklären Sie es mir so, als wäre ich drei Jahre alt". Ausführlich, ausführlicher am ausführlichsten. Was nicht heißen soll, das ich kleinlich oder pingelig bin, oder den Code oder die Programmierung erörtert haben will. Bitte nicht, denn davon verstehe ich ja nicht all zu viel (inzwischen kann ich html ganz gut lesen, mitunter auch selber schreiben – ausschnittsweise).  Aber so ein bisschen Hintergrundinformation kann man schon erwarten, wenn man mit Fachbegriffen oder Admin-Menu’s um sich schmeißt, die man (möglicherweise subjektiv vom User so empfunden) willkürlich benannt hat.

Sicher gibt es Bücher zu kaufen, aber seien wir mal ehrlich, der Otto-Normal-Verbraucher sucht sich doch kein Open-Source Projekt, weil er die Community unterstützen will – also ich nicht, ich nutze diese Software weil ich einfach das Geld nicht habe und darüber hinaus zu geizig bin mein schmales Budget zu investieren. Das ich die Community unterstütze damit, sei es jungen programmieren einen Tester biete und diese sich austoben können, oder einfach Programmierer die Spaß daran haben und Feedback möchten oder ähnliches, ist eben ein netter Nebeneffekt. Das finde ich dann auch nur Fair und ein guter Preis dafür das es kostenlos ist. Bei Beta-Projekten kann man da auch noch über eine schlechte oder lückenhafte Dokumentation hinweg sehen, aber bei Versionen die sich bereits seit Jahren "etabliert" haben und in Versionsbezeichnungen 5 und 6 vorliegen erwarte ich einfach, das die Dokumentation für Einsteiger so gut wie möglich umschrieben ist. CMS ist doch für Leute gemacht, die keine oder nur wenige Programmierkenntnisse haben, oder irre ich mich? Wenn also jemand keine Programmierkenntnisse hat, setzen die Entwickler dann aber voraus, das man das Jargon-Wirr-Warr zerpflückt?

Hm, aber jetzt bin ich abgeschweift… so ist das, wenn man sich in Rage schreibt *rofl*

Hier begann dann also letzte Woche meine Odyssee. Gegen Ende der Woche bin ich dann auf eine Seite gestoßen, die Pi x Daumen 25 CMS vorstellt, inklusive Demo-Zugang. Was soll ich sagen, habe alle durch. Und zwei, drei sagten mir dann auch auf den Ersten Blick zu. Ich installierte sie. Aber auch hier scheiterte es entweder daran, das ich einfach nicht raus finden konnte, wie ich Inhalt hinzufüge – ja richtig gelesen, wie ich meine Website mit Text fülle. Oder wiedermal, wie ich ein Menü erstelle, sprich erstellte Seiten in die Sidebar bekomme, das der Surfer auch das geschriebene lesen kann. Und als ich dann eins fand, wo beides passte, scheiterte ich an den Erweiterungen, wie fehlende Galerie oder gar ein Gästebuch

Als ich letzte Woche das erste Mal über meine Suche nach einem CMS hier davon berichtete, schlug Silke vor, doch WordPress zu nehmen. Man bekäme doch auch so, ganz ansehnliche Seiten hin. Im Prinzip schon, antwortete ich, aber ich wolle ja auch keine "ansehnliche" Seite machen. Ich weiß, das es etliche PlugIns für WP gibt, die eine Website möglich machen. Aber ursprünglich ist WP ja als Blog gedacht, und so wollte ich es auch behandeln. Weil ich einfach nicht glauben wollte, das ich an 25 CMS scheitere. Bin wohl einfach zu doof dazu.

*Auf die Knie fall vor Silke und um Vergebung bettel*

*Und demütigst Danke sag*

Ich baue meine Homepage derzeit auf WP auf; Galerie ist schon eingebaut und ein paar andere Sachen auch. Ich bin also gerade dabei, die PlugIns durch zugehen, um zu sehen, was ich brauchen kann, und was nicht. Als ich dann auf der Suche nach einer Galerie war, stieß ich u. a. auf NextGen Gallery. Zwischendrin rief ich meine Feeds ab, und bekam auch den von der Blogwiese. Cindy berichtet hier u. a. darüber, welche Erfahrungen sie gemacht hat. Und bewertet die NextGen Gallery als ihren Favoriten, liefert dazu noch ne kleine Erklärung, wie sie was gemacht hat. "Cool, suchen gespart". Hier also noch mal ein Danke an Cindy.

Wer sich übrigens, wundert, warum ich zu Nacht-schlafender Zeit einen Eintrag in mein Blog schreiben kann, dem sei erklärend gesagt, die Firma meines Mannes schiebt derzeit Überstunden. Er fängt nicht, wie sonst, um 6 Uhr an, sondern um 4 (ja ja, 4 Uhr  n a c h t s). Und da ich eine treu liebende Ehefrau bin, quäle ich mich solidarisch mit ihm um halb drei aus dem Bett.

Liebe Grüße
Tari

3 Gedanken zu “Tempelritter…

  1. Hallo Tari,
    so ähnlich ging es mir auch, nur dass ich vorher auch noch einige Blogsysteme durch hatte, bis ich auf WordPress gestoßen bin. Und wenn ich jetzt so schaue, dann merke ich, dass ich meine Seite viel lieber Update als die alte, weils weniger umständlich ist und mir dann nicht immer das ganze Design verhaut wie sonst.

    Ich will es mittlerweile nicht mehr missen und probiere mich grad an nem MultiuserBlog (WordPress MU) Ist ein bisschen mehr Arbeit, aber so kommen mehr User in den Genuss von WordPress :)

  2. Moin moin,

    da isse ja wieder, Mensch, so lange kein Blogeintrag, da fang ich echt an, mir sorgen zu machen.

    Hoho, du sinkst vor mir auf die Knie, dass ich das noch erleben darf :-) und wenn ich gemein wäre, würde ich jetzt sagen, hättest du mal direkt auf mich gehört… Nene, sag ich aber nicht (jedenfalls nicht erst gemeint). Ich freu mich, dass du zu guter Letzt doch noch was gefunden hast, mit dem du klar kommst.

    Übrigens, Respekt Frau Ehefrau, also ICH würde je nicht so früh aufstehen. Wann geht ihr denn bitte ins Bett, um so früh raus zu kommen? Ich mein, ich liege ja schon um 22 Uhr in der Heia, brauche meinen Schlaf einfach, aber wenigstens darf ich noch bis 5:30 Uhr schlafen.

  3. @Ricarda: klar, es macht mehr spaß, das merke ich allein hier am Blog. Wenn man sich mal meine Anfänge anschaut ist das ein deutlicher Unterschied. Aber CMS sind immer noch verschrieen und werden in die Schublade der „Html-Kenntnis-losen“ gesteckt. Und ich sage da auch, wenn jemand keine Ahnung von html hat, aber auf eine Seite besteht, ist das die beste Lösung. Aber komisch ist das schon; da hat man sich Jahrelang bemüht, selber Seiten zu basteln, und landet doch bei einem „Clicky-Colory“-Projekt :)

    @Silke: jaaaa, da bin ich wieder. Wie ich ja geschrieben habe, ich war oder bin mit der Lokalen Seite beschäftigt. Einiges klappt immer noch nicht so, wie ich möchte.
    Freu dich nicht zu früh, soooo oft wird das nicht passieren, das ich auf die Knie falle (sind nämlich kaputt :P )
    Wir gehen meist so gegen zehn ins Bett, wenn wir allerdings um zwei aufstehen, dann schon so gegen neun… ICH hingegen kann auch schon mal früher im Bett liegen. Ist für mich ne enorme Belastung der Tagesablauf, aber ich will auch nicht lange schlafen und dann weit nach meinem Mann erst ins Bett poltern. Ist so ein Zusammengehörigkeitsgefühl – und das ist gut so :)

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