Die Frage nach dem Inhalt…

…eines Blogs. Gute Frage. Aber nicht so wichtig wie ich finde. Für mich persönlich ist es eher ein Zusammenspiel verschiedener Kriterien. Wie ich jetzt schon wieder auf das Thema komme?

Nun ja, heute morgen rufe ich meine Feeds ab, und lese das meine gute Freundin Silke, beim Bloggeramt den Titel des „Blogs der Woche“ einheimsen konnte. :shock: Herzlichen Glückwunsch, von mir!!! *knuddeldrück*

Guido und Oli wurden auf Silke’s Blog überhaupt erst „aufmerksam“, weil sie ein ansprechendes Design hat. Als Scrap-Junkie ist das wohl auch selbstverständlich *fg*. 1 Was schade für diejenigen ist, die mit Grafik nicht wirklich was am Hut haben, und sich auf den Inhalt konzentrieren. Aber so wird nicht jedes Blog vom Bloggeramt kategorisiert. Ganz im Gegenteil, Bloggeramt stellt auch Blogs vor, die das Standard – Theme von WordPress nutzen.

Ich persönlich finde, ein Blog ist dann Lesenswert, wenn es zum einen interessante Themen anbietet und mit Liebe gemacht ist. Sowohl inhaltlich als auch optisch. Wobei ich wie gesagt, vollstes Verständnis dafür habe, wenn jemand einfach die (Fach)kenntnis nicht hat, und somit keine gesonderten Ansprüche an sein Design stellt 2. Und im Zuge dessen, auf ein fertiges Template zurückgreift. Denn wenn wir mal ehrlich sind, mit der „herumklickerei“ im Bildbearbeitungsprogramm ist es ja nicht getan. Hier gehören ja auch HTML und CSS dazu – oft auch noch php.

Ich habe in den letzten Tagen einige Blogs gelesen, wo sich mit der Frage beschäftigt wurde, ob man zu persönlich in seinem Blog werden sollte. Einige – namhafte Blogs will ich sie mal nennen, weil sie recht viele Leser haben – waren der Ansicht, das Privat bitte auch Privat bleibt. Da werden Lebensgefährten/Ehemänner/Freunde nicht mit Namen genannt. Einige schreiben sogar in der Dritten Person… …oO( Ein „Loddar Matthäus“ fällt mir da ein )Oo… Wiederum andere schreiben ganz offen – und im extrem Fall nehmen sie kein Blatt vor den Mund, und bedienen sich der Fäkalsprache. (Was ich persönlich nicht so ansprechend finde, wenn von Geschlechtsteilen und Sexualpraktiken ganz unverblümt gesprochen wird – immerhin könnten ja auch Kinder auf das Blog zum lesen kommen). Aber diese Blogs bedienen sich hier der freien Meinungsäußerung und kontern – ohne Gegenwind bereits einleitend – direkt mit der Aussage: „Wenn es dir nicht passt, wie ich rede, dann geh!“ – Was soll man da noch sagen? Aber es gibt auch Blogger wie mich, die schon mal gern etwas schreiben, und dann nach einer Weile feststellen: „Oups, war das nicht zu detailliert?“. Immerhin weiß ich ja nicht, wer mein Blog so alles liest. Und wer jetzt mit dem Spruch kontert: „Davon muss man ja ausgehen, wenn man online etwas veröffentlicht“ hat im Prinzip Recht. Aber ich darf mir doch meine Gedanken dazu machen, nicht wahr?

Ich sehe kein Problem darin, meinen Mann beim Namen zu nennen… Er heißt schließlich Sascha *fg* Auch das er WoW spielt, ich gerne Fotografiere (somit die Bilder – was auch noch mal ein Stück weit mehr Privat ist – online stelle) kann man alles sagen/schreiben. Aber gewisse Dinge gehören einfach nicht in die Öffentlichkeit. Ich würde zum Beispiel nie etwas über unsere Finanzielle Lage oder detaillierte Informationen über eine evtl. Absicherung preisgeben. Auch „Gedankenschätze oder Erfahrungen“ aus dem Schlafzimmer gehören nicht für jedermann zugänglich. Aber noch viele weitere Dinge, die ich jetzt so ad hoc gar nicht aufzählen kann 3, würde ich nicht bloggen.

Ich finde, das muss jeder selber entscheiden, was er preisgibt und was nicht. Und wie er sich dabei ausdrückt. Jeder hat seine Schmerzgrenze; wo ist deine???

  1. Was jetzt nicht heißt, das Silke inhaltlich nichts zu bieten hat, im Gegenteil. Ihr Schwerpunkt ist das Scrappen. Hier und da gibt es auch mal was privates. Und genau das interessiert mich, weil wir befreundet sind und nicht so häufig telefonieren. Außerdem kennen wir uns eh aus dem Internet, da liegt es nahe, das man auch hier den primären Kontakt hält :)
  2. Die Ansprüche kann man dennoch stellen, es scheitert dann aber oft an der Umsetzung.
  3. weil sie mir nicht einfallen
Liebe Grüße
Tari

8 Gedanken zu “Die Frage nach dem Inhalt…

  1. Ich habe eigentlich immer wieder festgestellt, dass man oft mit ehrlichen Aussagen/Meinungen manchmal aneckt. Ich rede da von ganz sachlichem Geschreibsel, das wohl dann doch irgendwie nicht in die Vorstellung der Gesellschaft passt. Ein Schubladendenken, das wohl nie abgestellt wird.

    Ich bin ein Typ, der kein Problem damit hat das beim Namen zu nennen, was mich nervt. Oh was hab ich mir da schon oft virtuelle böse Blicke eingefangen, ja man spürt es förmlich :D

    Mittlerweile ist mir das aber eher egal, ich schreibe meine Meinung (natürlich nie beleidigend oder so). Und wenn ich damit eben nicht mit dem Strom schwimme, ist mir das gelinde gesagt egal, dann passe ich eben nicht in die Schublade.
    Beispiel: Ich bin wohl keine typische Frau, auch wenn ich mittlerweile 2 erwachsene Kinder habe, kann ich an kleinen Kindern mittlerweile absolut nichts niedliches mehr finden. Besonders dann nicht wenn sie schreien ;)
    Die Zeiten ändern sich eben, auch die inneren Einstellungen. Ich stehe dazu und wen das entsetzt (passiert nicht selten) der muss ja keinen Kontakt mit mir haben.

    Ich blogge auch aus dem Alltag, aber ich würde nie intimes bloggen oder auch Dinge die tief ins Persönliche gehen wie Finanzen.

    Eigentlich denke ich aber auch, wem meine Blogs nicht gefallen, der muss sie ja nicht lesen ;) Es gibt doch so viel Auswahl und auch ich mag nicht alles, was Blogs so zu bieten haben. Ich lege wert auf Text, was nutzt mir ein tolles Design, wenn der Inhalt fad ist und mich nicht interessiert :-)

    Nun aber genug Roman geschrieben, eine schöne Woche wünsch ich dir.

  2. Huhu Wuchen,

    hui, das ist ja echt ein Roman :)
    Ich denke nicht, das es am „Schubladen-Denken“ liegt, sondern (mitunter) an der Intoleranz mancher Mitmenschen. (Mit dieser Aussage schieße ich mich womöglich auch ins „Aus“ :) ).
    Ich bin ohnehin immer vorsichtig mit dem Äußern meiner Meinung, zum einen weiß ich das viele „Dinge“ über die man eine – vielleicht auch etwas schärfere – Meinung hat, nicht unbedingt kritikfähig sind. Und zum anderen ist es auch eine juristische Frage.
    Aber, und das habe ich vergessen in meinem Beitrag an zuführen, ich finde, das gerade die „Privaten“ Blogs die Blog-Gemeinschaft stärken, wenn nicht sogar erst diesen „Hype“ ausgelöst haben. So fühlt es sich für mich zumindest an, das derzeit eine Welle durch das Netz geht, wo man nur noch Blog’s sieht. (Mag subjektiv sein, da ich mich ja zwangsläufig verstärkt damit beschäftigt habe in letzter Zeit).

  3. Huhu Tari,
    zuviel Intimes oder Privates, würde ich niemals bloggen, denn ich denke, es gibt Dinge, die sollten „in den 4 Wänden “ bleiben aber ich blogge auch Alltägliches und berichte gerne über die Fortschritte und Gedanken die sich bei mir so ereignen. Ich denke da z.B. auch, wer weis, vielleicht will ja jemand auch auswandern und weis noch nicht, was so alles auf einem zukommt, oder man kann vergleiche ziehen, denn jeder empfindet und entscheidet auch dort anders….Oder man möchte das einfach nur so mitverfolgen *smile*
    Ich nenne mein Sohn Adrian in meinem Blog immer Sohnemann, aber, das hatte sich mit der Zeit so eingebürgert , weil er mit seinen knappen 15 schon sich entwickelt wie ein Mann *kicha* Und mein Mann nenne ich mein Mann, weil er es so wünscht, das muss ich aktzptieren .
    Also im Grunde genommen, möchte ich in meinem Blog isch sein und da mich viele nee muss heißen da viele, mein Blog auch so lesen, die mich schon seid anfang 2001 im www kenen, auch privat, gestalte ich das als Wohnzimmeratmosphare *gg* wenn man jetzt verstht , was ich meine *smile*
    zu Silke, erst jetzt duch den Beitrag bin ich auf ihren blog gekommen, ohhhhhhhh danke, denn ich mag auch sehr gerne Scrapblogs *smile* vieleicht abr auch, weil ich selber welche hn und wieder erstelle *smile*
    danke für den Tip *knuddel*

    Zu Blogs, ich lese in vielen Blgs, da ist das Design erstmal 2. ranngig, denn der Inhalt, der muss mich ansprechen. Ich mag besonders Blogs auch gerne, die eine art Spritzigkeit und Humor besiten. wo man auch mal schmunzeln kann. Gut gemischt halt.

    so und nun ein Roman von mir dazu *kicha* und die Rechtschreibfehler darfste auch behalten *gg*
    Liebe Grüße Steffi

  4. Das finde ich auch ein wichtiges Argument: nicht wenige Leser kommen über Suchmaschinen mit den „verrücktesten“ Begriffen. Zurückzuführen darauf, das sie Hilfe für ein Problem suchen. Deswegen schreibe ich z. B. auch über WordPress und meine Erfahrungen damit. Ich weiß, das ich gut erklären kann, und ich finde ich erkläre Dinge oft so, das auch wirkliche DAU’s dahinter steigen können. Und wenn ich dann in meinem Semmelstatz die Suchbegriffe sehe, dann gibt mir das Recht.

    Du hast das mit deinem Mann „besprochen“ wie er genannt werden möchte… ? Finde ich cool, ich habe meinen Mann nicht gefragt, im Vorfeld, denn ich weiß, das es ihm egal ist. Und um das zu bestätigen, habe ich ihn gerade gefragt… und es kam – wie von mir erwartet – ein müdes Schulterzucken :)

    Ich habe gerade eine spontane Idee…. ich poste mal grad einen Beitrag :)

  5. Mein Mann gibt ab und an seinen Senf in meinem Blogs dazu :D Er hat sich seinen Namen selbst ausgesucht ;)
    Und dann macht es mir doppelt Spass, über die Herren der Schöpfung zu lästern *gg* ja eine meiner Lieblingslästereien in meinem Blog.
    Aber diejenigen, die mich näher kennen wissen das eh und die anderen sind mir mittlerweile egal.

  6. Silke’s Scrap- und Sabbelblog » Blog der Woche says:

    […] Tellerrand, seh ich, dass ich vom Bloggeramt.de Blog verlinkt werde. Zeitgleich sehe ich, dass auch Tari mich in einem ihrer letzten Beiträge erwähnt hat, gut, ansich nichts ungewöhnliches, […]

  7. Mein Mann ist in punkto Bloggen etwas eigenartig *gg* Ich sage imer, du weisst gar nicht , was dir entgeht komisch, dass er sich immer nur wundert,woher ich so viel weis +grübel* dnen jawohl, man lernt auch was aus den Blogs *gg*

  8. *lol* ist bei uns genauso :)

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