Mal wieder…

… ein Beitrag für meinen Feuilleton. Von Zeit zu Zeit gebe ich einfach meinen Senf zu den verschiedensten Themen. Kritisch, versucht witzig und ganz wichtig: meine persönliche Meinung. Bisher erhielt ich nie Kommentare zu diesen Beiträgen. Möglich das ich einfach anecke oder die Leser es nicht wichtig genug finden, vielleicht auch unpassend in meinem Blog. Aber ich schreibe trotzdem darüber, denn ich versuche nicht mit Scheuklappen durchs Leben zu laufen, und ich habe nun mal eine Meinung. Außerdem finde ich meine eigenen Formulierungen manchmal zum schreien komisch *rofl* und ich schreibe eben gern.

Thema….

… Kurt Beck und die Rasur:

Da tönt unser Rheinland-Pfalz‘ Landesvater Kurt Beck in einer Talkshow neulich, er würde sich für einen Guten Zweck und für eine Million Euro den Bart aus seinem mopsigen Gesicht rasieren lassen. Gefundenes Fressen für die Medien. Und als ich die Meldung hörte, dachte ich… ja klasse Idee. Tut nicht weh, und bedürftige erhalten Hilfe. Die Angebote wurden dann konkreter, und Herr Beck ließ von seinem Sprecher verlauten: „sei ja alles nur ein Scherz gewesen“.

Was ist das denn, Herr Beck??? Feige?? Ich meine, Hallo? Der Bart wächst innerhalb von… na sagen wir mal, 4 Wochen wieder nach. Hat Herr Beck etwa seine Eitelkeit entdeckt? Bei allem Respekt, Herr Beck, ob mit oder ohne Bart, das macht keinen Unterschied.

Wenn Sie da jetzt einen Rückzieher machen, könnte ich mir vorstellen, kratzt das gewaltig an Ihrer Glaubwürdigkeit, und somit dürfte sich das beim nächsten Wahlergebnis bemerkbar machen. Es sind eben solche Kleinigkeiten, die die Politik ausmachen. Das Volk will die Menschen kennen, die für sie im Landtag bzw. Bundestag sitzen, und das ist ein ausgezeichneter Anlass, Sie Herr Beck, als Mensch kennenzulernen.

Heute morgen war dann also zu lesen, Herr Beck habe seine Vorstellung von einer Umsetzung des „Scherzes“ (offenbar haben seine Berater ihm auch nahe gelegt, auf sein Image zu achten). Wie verlässlich diese Information ist, soll jeder selber entscheiden, die Quelle ist die große Tageszeitung mit den vier Buchstaben… Jedenfalls möchte Herr Beck kein Spektakel und einen seriösen Ablauf. Und der Erlös solle wirklich hilfsbedürftigen zukommen. Also mal ehrlich: ich bin sicher Udo Walz lässt sich dazu nieder, den elitären Bart zu rasieren (ist ja auch wieder Werbung für ihn). Und das die Presse anwesend sein wird möchte, finde ich nicht zu schlimm. Oder hat Herr Beck Angst in Tränen auszubrechen?

Und wem der Erlös zu Gute kommt, liegt doch wohl an Herrn Beck… ich denke das hat doch wohl er zu entscheiden, oder bin ich jetzt auf dem falschen Dampfer? Wenn ich kleinlaut einen Vorschlag machen dürfte: Schicken Sie es nicht in die dritte Welt. Hier in Deutschland gibt es genug Familien die Hilfe brauchen. Angefangen bei jenen, die mit Essensmarken einkaufen gehen, bis hin zu denen die ihre Garderobe bei der Caritas „einkaufen“. Jugendzentren, die mittags Essen für die Kinder dieser Familien ausgeben, weil die Eltern einfach kein Geld haben, drei Mahlzeiten zuzubereiten. Ja ja, so ein Elend existiert in Deutschland, Herr Beck! Sie müssen nur die Augen aufmachen. Gehen Sie mal in eines dieser so genannten „Ghettos“ – ich verspreche Ihnen, Ihr Magen wird rebellieren bei all der Armut die in Deutschland herrscht, wovor jeder viele gern die Augen verschließt verschließen.

…. Zicke Naomi Campell

interessiert sich nicht für Vorschriften. Ist ja hinlänglich bekannt. Ihre diversen Wutausbrüche machen ja regelmäßig eine Runde durch die Nachrichten. Offenbar ist dies auch bei diversen Dienstleistern angekommen. Denn die verkriechen sich in eine Ecke, wenn Lady Naomi sich wieder mal daneben benimmt. So neulich passiert, in einem New Yorker Restaurant. Die Diva hatte Lust auf eine Zigarette, was ja noch nicht schlimm ist. Jeder weiß, in den USA ist das rauchen in Restaurants, öffentlichen Gebäuden und Co verboten. Offenbar war Miss Campell so erschöpft, das sie ihren Hintern nicht vom Stuhl erheben konnte, um zum rauchen vor die Tür zu gehen. So blieb sie sitzen und paffte genüsslich vor sich hin. Die Angestellten des Restaurants hatten offenbar soviel Angst, die Schickse in die Schranken zu weisen, das sie sie gewähren ließen – mit stoischer Ignoranz. Frei nach dem Motto: „Hier raucht jemand? Nein, ausgeschlossen!“.

Ich bin selber Raucher, aber ich respektiere, wenn es irgendwo nicht erlaubt ist, und rauche dann einfach nicht. Entweder ist es meine Erziehung, Gesetze und Regeln zu achten, oder ich bin einfach ein Gesetzestreuer Mensch. Was auch immer. Ich weiß, wie ich mich benehmen muss. Auch ich habe den Knigge nicht erfunden, um das mal klar zu stellen, aber Anstand haben wohl die meisten von uns. Ich persönlich finde es übertrieben in einer Kneipe, wo Alkohol konsumiert wird, das Rauchen zu verbieten (wie es ja jetzt auch hier in Deutschland ist). Glücklicherweise gehe ich selten aus, und somit stört mich das dann nicht weiter. Aber wenn ich ausgehe, und es gibt keinen Raucherbereich, lasse ich entweder das rauchen oder gehe vor die Tür. In ganz extremen Fällen suche ich mir einfach ein anderes Lokal. So traurig das ist für den kleinen Kneipier. Diese Verbote bringen viele Raucher dazu, aufzuhören… und wenn wir ehrlich sind, es würde Geld sparen, Gesundheit schonen und das Wohlbefinden steigern. Aber Sucht ist nun mal Sucht.

Jedoch ist das noch lange kein Grund, jeglichen Anstand und Regeln über Bord zu werfen, und sich Divenmäßig über derartige Vorschriften hinwegzusetzen. Miss Campell ist bereits verurteilt wegen ihrer Eskapaden, und man sollte meinen, sie habe davon gelernt. Sie hat ja sogar eine Therapie gemacht, die ihre Wutausbrüche unter Kontrolle bringen sollte. Wie sie neulich am Flughafen in London (war doch London, wo sie ihr Gepäck vermisste?) bewiesen hat, war das wohl ein Trugschluss. Wohl auch der Grund, warum die Angestellten des Restaurants beschämt zu Boden starten, als Miss Campell ihnen den blauen Dunst direkt ins Gesicht pustete.

Manchen Leuten bekommt der Erfolg einfach nicht. Sie sind zu früh, zu schnell berühmt geworden und meinen sich nun alles leisten zu können, und was noch fast schlimmer ist, sie meinen immer ihren Willen bekommen zu müssen. Verzogene kleine Gören sind das, denen, meiner Meinung nach, einfach mal ordentlich der Hintern versohlt gehört. Bildlich gesprochen, ich halte nichts von Schlägen in der Erziehung, ich befürworte also die Antiautoritäre Erziehung. Was nicht heißt, das man Kindern keinen Grenzen zeigen muss. Und genau das ist bei Miss Campell wohl versäumt worden. Möglich, das nicht ihre Mutter hier die Schuld trägt. Höchst wahrscheinlich ist sie sogar ein sehr wohlerzogenes junges Mädchen gewesen. Aber der Erfolg hat sie dann was anderes gelehrt. Traurig.

Liebe Grüße
Tari

Ein Gedanke zu “Mal wieder…

  1. Bartabschneider _ Politik _ Kernbeißer says:

    […] von Kurt Beck kann man wirklich sehr unterschiedlicher Meinung sein, die aktuelle Diskussion über seinen Bart finde ich allerdings schon sehr an den kurzen Bart-Haaren herbeigezogen. Warum in alles […]

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