Das Leid der einen…

Seit Wochen will ich nun hier schon wieder etwas schreiben…. aber entweder läuft mir die Zeit davon (was zu 95% der Fall ist) oder ich sitze stumpf vor dem Monitor mit den Händen auf der Tastatur, bereit zu tippen. Aber die Hände bewegen sich nicht.
Zwischenzeitlich hatte ich versucht meine Stimmung auszudrücken, was ungefähr so klang:

Regen, Wolken, Nebel… immer alles so „erdrückend“. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dieses Gefühl als würde jemand einem die Kehle zuschnüren und der unbedingte Wille sich dagegen zu wehren um Luft zu bekommen. Auf der anderen Seite kämpft man dagegen an, sich nicht gleich wieder ins Bett zu legen, und einfach alles zu „verschlafen“. Oder stupide an die Decke zu starren nur um dann Stunden später festzustellen das es schon Nachmittag ist. Auf der anderen Seite jedoch stellt man sich die Frage: Wozu?

Schwer zu beschreiben. Man befindet sich quasi in einem Kokon. Nimmt alles nur am Rande wahr oder zur Kenntnis.

Ein kläglicher Versuch eine Pfase – möchte ich es mal nennen – meiner Depressionen zu beschreiben. Und dann starrte ich den Monitor an… Wie auch immer, das interessiert wohl keinen. Also komme ich zu den Fakten.

In den letzten Wochen ist nämlich auch einiges passiert.

Mein Projekt „Rauchfrei“ funktioniert nun schon seit 59 Tagen. Genaueres werde ich im zweiten Teil vom „Guru“ schreiben. Dieser schlummert hier im übrigen schon als *.odt Datei (das Word des Linux) auf meinem Desktop. Ich muss nur mal daran weiter schreiben. Ich möchte da nichts vorweg nehmen. Denn etwas überraschendes gibt es auch zu berichten.

Im Augenblick habe ich keine Zeit zum fotografieren, geschweige denn Zeit fürs Blog oder ähnlichem. Ich habe nämlich seit dem 30. Juli einen Job. :grins: Leider nur ein Minijob, also 400 Euro, aber wenigstens ist es ein Anfang. Und ich kann endlich mal wieder was neues in meinen Lebenslauf schreiben. Darüber hinaus gefällt mir die Firma auch sehr gut. Hier ganz besonders die Arbeitszeiten, es ist nämlich wirklich eine Seltenheit das ein Geschäft unter der Woche um 18 Uhr zu macht und Samstags um 14.30 Uhr. Die Kollegen sind nett, die Chefin ist in Ordnung und das wichtigste überhaupt, ich verdiene mal wieder Geld und komme vor die Tür.

Leider beschleicht mich ein kleines Deja-vu, oder vielmehr der Verdacht. In diesem Geschäft arbeiten wir mit einer so genannten Tippkasse, ich habe also nicht die Möglichkeit die Ware über den „Scanner zu ziehen“ damit die Kasse mir sagt, was der Artikel kostet. Vieles ist ausgezeichnet, einiges aber auch nicht. Und was am entscheidendsten scheint, nicht jedes Teil eines Artikels ist ausgezeichnet. Von 100 Stück in einem Karton sind vielleicht 15 – 20 mit einem Preis versehen. Danach geht man davon aus, das man den Preis weiß. Wenn du aber nur 2 oder 3 Tage die Woche da bist und das auch immer nur für 4 Stunden (maximal) fehlt leider die Praxis. Hinzu kommt, das ich nicht die ganze Zeit an der Kasse sitze sondern auch Ware auspacke. Meine Chefin meinte dann diese Woche ich solle jedes Mal wenn ich da bin, immer eine gewisse Zeit an die Kasse. Und jetzt kommt das Deja vu: „Sonst klappt das mit den Preisen nicht“. Ich hatte sofort einen Flashback zu diesem großen Lebensmittel-Discount wo ich vor einigen Jahren gearbeitet habe. Ich wurde nach sechs Wochen „nicht übernommen“, weil die Preise nicht saßen. Witzig hierbei: normalerweise bekam man die Liste mit den 690 Artikeln 4 Wochen vor Dienstantritt. Bei mir nicht, ich bekam sie eine Woche vorher. Einige andere Faktoren sind denke ich auch ein Grund für das Scheitern. Ist aber hier jetzt nicht Thema. Besonders tragisch war damals jedoch das diese Lebensmittelkette drei Monate später – auch in dieser Filiale in der ich angestellt war – auf Scannerkasse umstellte.

Wie auch immer, ich hoffe es geht gut. Wie gesagt, ich fühle mich – aufgrund verschiedener Faktoren – wohl in diesem Laden. Heute habe ich z. B. frei, ich hatte darum gebeten. Wir fahren nämlich heute nach Germersheim. Wohin mein Bruder umgezogen ist. Er hat dort eine neue Stelle bekommen, als Filialleiter bei einem großem Motoradausstatter. Was bald in die Hose gegangen wäre, denn während der Einarbeitung hatte er einen Motoradunfall auf dem Arbeitsweg. Der ziemlich übel war. Das Resultat waren Prellungen und Verstauchungen und ein gebrochenes Sprunggelenk und einen gebrochenen Mittelfuß. Letzte Woche wurde er dann endlich aus dem Krankenhaus entlassen und da er ja gerade erst eingezogen war, hat er immer noch keine richtige Küche. Die bauen mein Mann und mein Vater heute auf.

So, mir rennt schon wieder die Zeit davon.

Liebe Grüße
Tari

Ein Gedanke zu “Das Leid der einen…

  1. Juhu, schön mal wieder von dir zu lesen. Jaja, die Zeit, kenn ich irgendwo her. Freue mich ja echt, dass du einen Job gefunden hast, wird schon werden mit den Preisen. Hoffe, deine Stimmung bessert sich auch wieder auf.

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