gezwitschertes…

Dieses neumodische Kommunikationsmedium ist in aller Munde. Sogar die Nachrichten berichten darüber, welcher Star denn „twittert“. Als ich das erste Mal von Twitter in den Nachrichten hörte, fühlte ich mich gleich wie ein Dinosaurier. Denn der Bericht war eher darüber, wie „out“ man sei, würde man nicht „twittern“. Immer mit der beißenden Frage in meinem Kopf: „Was zum Geier ist Twitter?“. Oder „Wer?“ :nuts:

Fortan schüttelte ich immer nur den Kopf, wenn ich Berichte darüber sah. Oder ich etwas – selbstverständlich unbeabsichtigt – darüber las. Mit der Zeit kam ich dahinter, was Twitter nun ist, und dies bekräftigte mich in meiner Meinung. Denn obwohl ich mich mit Leibeskräften dagegen wehrte, Twitter verfolgte mich. Jeder hat es, jeder macht es… Ich weiß, das ich keineswegs alleine da stehe und so denke. Aber die Mehrheit findet Twitter „suppi“. :sigh: Wohl immer genährt von dem Gedanken der weiten Internetwelt mitzuteilen, wann man unter Blähung leidet oder wie der Stuhlgang am Morgen war.  Denn genauso stellte sich Twitter dar. Oder die Berichte, die ich darüber zu sehen bekam.

Um es auf den Punkt zu bringen. Twitter ist kostenlos und für jedermann zugänglich. Man braucht keine besonderen Fähigkeiten oder Equipment (wie Software o. ä.).  Nach der Anmeldung besteht nur noch eine Einschränkung; nämlich das man pro Nachricht nur 140 Zeichen (ähnlich einer SMS) zur Verfügung hat. Selbstredend ist ein Internetzugang erforderlich. Aber nicht zwingend. Denn man kann auch per SMS twittern. Ja, richtig, per SMS. Verbindliche Preise kann ich leider nicht beziffern, da ich mich nicht weiter damit beschäftigt habe. Ich bin ja von Natur aus eher sparsam, zumindest wenn’s um mein Geld geht.

Man kann seinen Freunden und Verwandten, aber auch wildfremden Menschen – zusammengefasst Follower genannt – alles mitteilen, was einem lieb und keineswegs peinlich ist. Natürlich verliert man schnell die Scham. „Es sieht mich ja keiner. Keiner kennt mein Gesicht. Und, sollte mein Chef das zu lesen bekommen, ist mir egal was er denkt…“ Denn entgegen aller Vernunft gibt es tatsächlich Leute die ihren wahren Namen angeben. Und derartige Dinge wie finanzielle Lage oder die Farbe der gerade eroberten Popel Riechorganinnereien sind dann schnell niedergetippt. Was man eben so in 140 Zeichen unter bekommt.

Interessiert man sich für das was jemand schreibt kann man ihn „followen“. „Abonnieren“ ist sinngemäß wohl die korrekteste Übersetzung. „Folgen“, was es wörtlich heißt klingt für mich eher nach einem Stalker. :shocked: So baut man sich nach und nach eine Community auf. Denn man kann auch per Direct Message untereinander kommunizieren. Oder eben eine Unterhaltung öffentlich führen. Ansonsten hat Twitter funktionstechnisch nichts weiter zu bieten. Was ich persönlich ein bisschen ärmlich finde. Ich habe mehr erwartet. Gemessen an dem Tohuwabohu der getrieben wird.

Ich möchte hier aber nicht den Eindruck erwecken, das nur narzisstische Egomanen unterwegs sind. Keineswegs!!! Viele große Firmen, Verlage u. ä. treiben hier ebenfalls ihr Unwesen. Und das ganz ohne derartige peinliche Ausbrüche. Aber auch User wie Du und Ich, denen das ebenfalls zu peinlich ist andere in ihre Feuchtgebiete einzuweihen, twittern.

Und somit wäre es auch raus. Ich twittere. :höh: :uhg:

Denn mein Fazit ist, entgegen aller Erwartungen, positiver als man meinen mag. So nervig Twitter auch ist weil es in aller Munde zu sein scheint. So profitabel ist es zugleich. Denn nicht nur das kontaktieren von neuen Leuten ist denkbar einfach, für Microblogging ist es prädestiniert. In kurzen Stichworten oder Kurzsätzen einen aktuellen Status geben. „Ich suche gerade…“ oder „Ich arbeite gerade an meiner HP und komme nicht weiter…“. Einfach Dinge, für die ein normaler Blogeintrag einfach nicht reicht. Und genau als solches nutze ich es auch. Aber meine Intimitäten behalte ich dann auch für mich.

Ich erhoffe mir tatsächlich ein paar neue Leser zu bekommen. Denn Updates aus dem Blog gibt es natürlich auch. Und dafür werde ich keinen eigenen Tweet machen – ich finde man kann es auch übertreiben.

Liebe Grüße
Tari

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