Geht’s dir nicht gut? – Kijimea Test

[Trigami-Review]Ihr kennt ihn sicher, den Werbespot.

Eine Frau kommt vom Einkaufen und stellt u. a. eine Tüte aus der Apotheke auf den Tisch. Plötzlich hört man ein Husten im Hintergrund. Die Frau dreht sich um und fragt: „Geht’s dir nicht gut?“. Die Kamera fängt eine weitere Frau ein, die ein Schulterzucken, untermalt von einem „mhhh“,  von sich gibt. Woraufhin die erste Frau vorschlägt: „Versuch doch mal Kijimea!“. „Kiji-waaaaaaas?“ fragt die andere.

Zu Recht, wie ich finde.

Was ist die Kijimea?

Der Hersteller (Dr.Fischer Gesundheitsprodukte GmbH mit Sitz in München) betitelt Kijimea als natürliche hochdosierte Immunkur. Weiter heißt es, Kijimea ist ein Diätetisches Lebensmittel – was aber nichts mit einer Diät zu tun hat (musste ich aber selber erst nachgucken). Jeder weitere Pressetext – den ich im Rahmen dieses Produkttests frei Haus bekam – ist für mich unverständlich. Ich zähle ja auch nicht zu den Fachkreisen.

Etwas verständlicher wird es so:

Kijimea wirkt auf das Immunsystem, dessen Zentrum in unserem Darm liegt. Verschiedene Faktoren, die im Übrigen jeder selbst beeinflussen kann, führen zu einem stärkerem oder schwächeren Immunsystem. Ich verstehe das so, dass der Darm die Empfangszentrale ist, und so Erlerntes an andere Organe weiter geben kann, wie z. B. Atemwege, Herz-Kreislauf-System… Immunreaktionen, die im Darm ausgelöst worden sind, wirken sich so auf den gesamten Körper/Organismus aus.

Ich möchte nicht zu sehr in die Fach-Materie eindringen und mit Wörtern um mich schmeißen die ich selber erst nachschlagen muss. Was auch wenig effizient ist, wie ich finde. Denn ich verfolge schon immer die Divise „learning by doing“ und so meldete ich mich für einen Produkttest.

Mein Test

Ich habe eine chronische Atemwegserkrankung und bin, u. a. in Folge dessen, Schmerzpatient. Ich nahm Kijimea in den letzten 14 Tagen jeweils abends in meinen Joghurt eingerührt zu mir. Wie schmeckt Kijimea? Gar nicht… also nach Nichts. Geschmacksneutral. Kijimea kommt in Pulverform daher und wird in Verbindung mit Flüssigkeit (Getränk oder Joghurt, sogar Kartoffelpüree) zu einer Art Kleister. Ein sorgfältiges einrühren empfiehlt sich also. Ein Tagebuch kann ich allerdings nicht liefern: „Tag 1 der Einnahme: ich nehme seit heute Kijimea und merke…“.  Kijimea wirkt im Darm, das merkt man. Da ich diesen Aspekt aber gänzlich unangebracht und unappetitlich finde, werde ich darüber nicht mehr sagen. Besonders mit dem Hintergrund, dass sich das wieder normalisiert nach 4-5 Tagen.

Fazit:

Ungeachtet der schlechten schauspielerischen Leistung im Werbespot fragt man sich unweigerlich was die Industrie einem da wieder aufschwatzen will. Während meiner Einnahme von Kijimea stellte ich keine spürbare Veränderung fest. Bis auf die Geschichte mit der regelmäßigeren Verdauung, die sich dann aber wieder regulierte. Ich hatte zu dem einen fast schwarz-lila aussehenden blauen Fleck in der linken Kniekehle, der einfach nicht verschwinden wollte (nach 3 oder 4 Wochen). Ich weiß weder woher er ursprünglich kam noch wann ich ihn mir zugelegt hatte. Ich dachte sogar schon an ein Blutgerinnsel und plante schon einen Besuch beim Arzt. Da die Stelle ohne jegliche Druckeinwirkung zwischenzeitlich schmerzte. Am dritten Tag der Einnahme von Kijimea stellte ich fast geschockt fest, dass der Fleck fast verschwunden war. Erklären kann ich das nicht. Denn ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, das es was mit Kijimea zu tun hat. Insbesondere weil andere blaue Flecken (zu denen ich leider neige) nach wie vor da sind. Dennoch wollte ich es nicht unerwähnt lassen. Zuerst war ich positiv überrascht von Kijimea, was sich zusammen mit der Verdauungs-Geschichte aber regulierte :) .

Für mich persönlich lohnt sich die Investition nicht. Es sind immerhin 15 Euro für zwei Wochen (ltd. Hersteller, ohne Überprüfung). Dafür habe ich einfach keine signifikante Veränderung wahr genommen.

Wer dennoch einen Blick riskieren möchte: Jetzt zum Produkt

Liebe Grüße
Tari

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