Gar nicht soooo schwer

Eigentlich macht man dieses Thema ja ungern öffentlich. Schon gar nicht, wenn es einen selbst betrifft. Die Medien verkaufen es als Volkskrankheit. Aber ich persönlich denke das jeder selbst seines Glückes Schmied ist. Zumindest was dieses Thema betrifft.

Schwere Knochen oder Veranlagung werden oft als Gründe genannt. Teils mit einem Augenzwinkern, größtenteils aber aus Überzeugung. Den Wahrheitsgehalt dieser beiden Aussagen muss jeder für sich selbst entdecken. Aber es ist wohl kein Geheimnis, das gesunde und ausgewogene Ernährung (auch ohne Verzicht), dazu ein bisschen Kardio-Training (Fitness) noch niemandem geschadet haben.

Schwere Knochen kann ich übrigens entkräften: Denn realistisch betrachtet gibt es zwar schwere Knochen, diese machen sich aber – wenn –  nur mit 2 kg bemerkbar.

Bei einem normalgewichtigen Menschen liegt der Anteil der Knochen am Gesamtgewicht zwischen 10 und 15 Prozent. Quelle

Anders sieht es hier mit Krankheiten aus. Ein Beispiel ist die Schilddrüsenunterfunktion. Aber es gibt noch viele weitere gesundheitliche Ursachen für Übergewicht. Diese sollten aber immer v0n einem Arzt diagnostiziert werden. Man sollte nicht behaupten eine Krankheit zu haben über die man gelesen hat. Und aus – zugegeben verständlicher – Bequemlichkeit.

Aber um diese Übergewichtigen geht es hier nicht. Sondern es geht um die, die selber etwas dagegen tun können. Ich zähle mich und meine bessere Hälfte dazu. Denn wir waren früher beide nicht übergewichtig und in der Familie liegt es auch nicht. Gründe warum wir zugenommen haben, kennen wir nicht genau. Sicher spielt die Ernährung eine Rolle. In meiner Vergangenheit galt ich jedoch immer als Untergewichtig. Mein Arzt ermahnte mich immer „Mädel, iß!“. Das tat ich aber doch schon.  Um genau zu sein aß ich alles was schmeckte, ganz besonders gern Süßigkeiten und Co. Im Erwachsenenalter pendelte sich die Sache ein und mit 25 Jahren bescheinigte mir mein BMI Normalgewichtig.

Mein derzeitiger BMI lautet 25,56. Sollte er auf 26 steigen, gelte ich als Übergewichtig. Jetzt muss ich dazu sagen, etwa 7 kg sind schon runter, ich habe mich also von meinem Übergewicht jetzt ins Normalgewicht vorgearbeitet. Nichts desto trotz, in meiner Altersgruppe sollte er zwischen 20 – 25 liegen. Da geht also noch was, vom Körpergefühl und Wohlbefinden ganz zu schweigen.

Der BMI meiner besseren Hälfte hingegen beträgt 34.57. In seiner Altersgruppe sollte er zwischen 22 – 27 liegen. (Da er in 4 Wochen Geburtstag hat, habe ich gleich die passende Altersgruppe gewählt, was – zugegeben – zu seinen Gunsten ist ). Bei meinem Mann ist das Gesundheitliche noch nicht ganz ausgeschlossen – bei mir übrigens auch nicht. Denn obwohl wir auf Fettarm und Kalorienarm geachtet haben, und er täglich 1 Stunde Sport gemacht hat (über Monate hinweg!!) verlor er nicht ein Gramm.

Daraufhin habe ich dann Nägel mit Köpfen gemacht und eine Arbeitskollegin empfahl mir Trennkost zu probieren. Hierbei geht es darum Kohlenhydrate und Eiweiße bei der Nahrungsaufnahme zu trennen. Alle Nahrungsmittel sind in insgesamt drei Gruppen aufgeteilt; Kohlenhydrate, Eiweiß und Neutral. Dabei darf man Lebensmittel aus der Gruppe der Kohlenhydrate zusammen mit denen aus der Neutralen Gruppe innerhalb einer Mahlzeit essen. Oder Lebensmittel aus der Eiweißgruppe mit der Neutralen Gruppe. Aber nicht Kohlenhydrate und Eweiß mischen. Ein – Don’t do – Beispiel dafür wäre Brot und Fleisch in einer Mahlzeit zu sich nehmen. Döner wird also schwierig ….

Es gibt dann noch Tipps das man z. B. auf weißes Mehl oder raffinierten Zucker verzichten soll – aber es wird adäquater Ersatz geboten. Vollkornmehl oder Dinkelvollkornmehl ist preislich sogar vertretbar als Alternative zu 405er Weizenmehl. Statt Zucker nimmt man so genannte Frutilose. Was eine sirupähnliche Flüssigkeit ist die ich jetzt bei einer größeren Supermarktkette (da wo man einmal hin geht und alles bekommt) gefunden habe. Allerdings ist damit sparsam zu dosieren, denn einen Goldesel habe ich jetzt noch nicht im Keller . Wir nutzen dennoch weiterhin Zucker; denn z. B. Erdbeeren ohne Zucker ist wie ein Schlangenbeschwörer ohne Schlange. Und wo wir gerade dabei sind; auf Kaffee soll verzichtet werden nach Möglichkeit. Wir tun es nicht. Aber wir trinken Kaffee auch nicht als Durstlöscher…

Das schöne an der Trennkost ist, das man im Prinzip auf nichts verzichten muss, was das Essen betrifft. Nicht nur die Gewissheit, das ich mich Gesund ernähre und damit abnehme, auch mein Körpergefühl hat sich geändert. Mir geht es wesentlich besser. Meine Kopfschmerzen z. B. sind wesentlich weniger geworden

Ich werde in Zukunft noch mehr zu dem Thema schreiben. Das Thema sprengt, um es auf einen Beitrag zu begrenzen, einfach den Rahmen. Es sei noch kurz erwähnt, das obiges Bild eine Gemüsepizza auf Dinkelvollkornteig ist. Seeeeehr lecker!! Wir ernähren uns gesund und ausgewogen und das ganz ohne Verzicht. Wir achten nur auf ein paar Kleinigkeiten, die anfangs vielleicht etwas schwer zu lernen sind. Insbesondere meine bessere Hälfte ist in solchen Dingen immer sehr ungeduldig und lustlos. Aber hier muss man einfach das Ziel vor Augen haben und einfach mal Lust auf was neues.

Liebe Grüße
Tari

Ein Gedanke zu “Gar nicht soooo schwer

  1. Hi,

    nun – wie schon getwittert – mein Mann ist auch gerade dabei Trennkost zu machen. Morgens Kohlenhydrate, mittags eiweißlastig und abend nur noch Eiweiß (keine Kohlenhydrate mehr). Wichtig ist dabei auch, dass ausschliesslich 3 Mahlzeiten eingenommen werden und dazwische mind. 5 Stunden Pause liegt, nur kalorienfreie Getränke werden in der Pause zu sich genommen. Das hat einen positiven Effekt auf den Insulinspiegel, der eben auch Fetteinlagerung begünstigt, wenn er permanent hoch gehalten wird.

    Das System funktioniert auch, er misst zwar weder Gewicht, noch BMI, es ist aber sehr auffällig, dass sich der Körper enorm (positiv) verändert. Unterstützt wird das ganze durch viel Sport, Kardio- und Muskelaufbautraining.

    Er ist jedoch kein Freund von BMI & Co., denn die Zusammensetzung des Körpers ist entscheidend für Ihn. Mit 1,72m Größe hat er auch kein Problem mit 85-90 kg Körpergewicht, so lange ordentlich verteilt (Muskulatur hat eine höhere Dichte, so dass man schwer ist, aber nicht unbedingt massig aussieht).

    Nun gut, bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt, bisher gibt es nur Gutes zu vermerken, es gibt auch keine „Fressanfälle“ oder ähnliches, da man sich zu den 3 Mahlzeiten richtig satt essen kann.

    Gruß
    @Physio_Kroeber

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