Mein Leben mit dem Schmerz

Inzwischen ist einige Zeit ins Land gegangen. Und auch wenn ich die Therapien, wie Entspannen etc.pp. gelernt habe und anwende, muss ich von Zeit zu Zeit wieder in stationäre Therapie um zu schauen, was man bei den Medikamenten machen kann.

Mein Hausarzt empfielt mir Dr. Blunk, aus dem Heilig-Geist Krankenhaus in Kempen. Auch für eine anschließende ambulante Weiterbetreuung. Dr. Blunk war u.a. der Leiter der gleichen Fachabteilung im Kölner Uni Klinikum, so mein Hausarzt. Mein Termin ist Ende April.

Aufmerksame Leser wissen es vielleicht, ich bin Schmerzpatient. Das heißt ich leide unter chronischen Schmerzen. Schon seit meiner Kindheit. Dummerweise haben wenig Ärzte Verständnis dafür. Da ist es dann ein nerviges Unterfangen wenn man, wie ich, schon öfter umgezogen ist, dem neuen Arzt die Lage zu schildern. Oft gab man mir dann zu verstehen: „Ach Mädel, stell dich nicht so an…“ Ich kann die Reaktionen verstehen, es sind schließlich Kopfschmerzen, ohne Befund. Kopfschmerzen haben wir alle mal. …. Mal. Ich habe sie immer.  Ist ja nicht so, als hätte das nie jemand nachprüfen wollen….der Sache auf den Grund gehen. Es sind CT’s gemacht worden, MRT’s…. Röntgenaufnahmen, Blutuntersuchungen, etc. pp. Wie gesagt, es konnte nie was gefunden werden. Hausärzte, Neurologen, Augenärzte, HNO’s – alle haben es versucht. 2005 habe ich sogar eine Nasenoperation mit Nebenhöhlenfensterung und Nasenscheidewandkorrektur über mich ergehen lassen… ohne den gewünschten Erfolg. SchmerztagebuchIch habe mich schon damit abgefunden, aber ohne mir groß Hoffnungen zu machen unternehme ich noch mal einen Versuch. Denn ich bin zufällig auf die Schmerzklinik im Helios Krefeld aufmerksam geworden.

Dort habe ich nach einem Erstgespräch den Auftrag bekommen über vier Wochen ein Schmerztagebuch (s. Foto) zu führen. „Einfach mal alle zwei Stunden eintragen“…. Was habe ich getan (geschlafen, geruht, aktiv). Schmerzstärke auf einer Skala von 1 – 10. Schmerzbeschreibung (dumpf, pochend, stechend …). Maßnahmen (Medikamente, Ablenkung…). Nervig und lästig. Aber es ist Grundvoraussetzung um stationär aufgenommen zu werden. Und das ist bei mir medizinisch indiziert. Das war ne ganz neue Erfahrung für mich, mein Gegenüber nicht überzeugen zu müssen, DAS ich Schmerzen habe. Was dann genau passiert, wenn ich 2 Wochen stationär aufgenommen bin, wird dann entschieden.

Ich hoffe vorsichtig.

Liebe Grüße
Tari

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