Projekt 52/08 – Woche 11

Ich arbeite wiedermal ein bisschen zum Projekt auf. Sonst rennt mir das davon *hüstel*

Thema war diesmal:

Jeder von uns hat jeden Tag einen Weg zu bewältigen. Zur Schule, zur Arbeit, zum Einkauf, was weiß ich. Es geht um einen regelmäßigen Weg, den man ständig gehen muss. Was gibt es auf diesem zu entdecken? Gibt es eine spezielle Sache, die Du uns gerne zeigen möchtest und zeigst du uns sogar eine ganze Serie von Fotos, die den Weg dokumentieren? Lass Deinen Ideen freien Lauf!

Hier kann ich fast einen Seelenstriptease hinlegen.

Das werde ich aber hier bewusst nicht tun. Denn das ist mir einfach zu privat. Nur kurz angerissen, worum es geht: Einige werden es schon mitbekommen haben, ich habe derzeit keine Arbeit. Und als ich das Thema las, lief es mir auch eiskalt den Rücken runter. Mein erster Gedanke war: “was soll ich da beitragen?” und ich war ein bisschen enttäuscht. Zum einen von mir selber, aber auch von der Themenauswahl. Mir wurde hier bewusst, das es Themen gibt, zu denen nicht jeder etwas beitragen kann. Ich weiß natürlich, dass das Blödsinn ist. Es ist ein gutes Thema. Ich war vielmehr traurig darüber, weil ich in den ersten Tagen einfach nicht wusste, was ich beitragen kann. Ich befürchtete schon, ich müsste ein Thema aussetzen. Was für mich aber bedeutet, das ich das Projekt nicht erfülle. Denn schließlich heißt es ja “Projekt 52″ und nicht “51″.

Weiter gedacht, ergab sich dann die Frage für mich: “Was mache ich denn täglich?”.

Haushalt, klar… und das ist auch Arbeit, wenn man so will. Aber ich finde diese Arbeit viel beeindruckender wenn man noch einem Beruf nachgeht, der nicht in den eigenen vier Wänden stattfindet, bzw. der zwar schon dort stattfinden kann, für den man aber bezahlt wird. Oder nebenher noch Kinder zu versorgen hat. Aber wer bezahlt mich denn für meinen eigenen Haushalt? Niemand. Zudem habe ich keine tägliche Routine – leider – weil ich mich oft einfach nicht aufraffen kann.

Eingekauft wird einmal die Woche, Kinder zu versorgen habe ich nicht… was bleibt also? Der PC… irre. Das machen wohl viele von uns. Täglich an den PC gehen. Und der Weg ist auch nicht wirklich aufregend… Eine Fotoserie von unserem Schlafzimmer zum Büro? Eher nicht!

So stellte ich das Thema erst mal hinten an, und hoffte auf eine Eingebung. Und diese kam, als ich dann vor einigen Wochen auf einer meiner Foto-Safaris war.

Fakt ist, mein Leben – insbesondere mein Berufsleben – kommt mir oft wie eine Einbahnstraße vor, und so war dieses Motiv quasi direkt vor meiner Nase. Ich weiß, das ich alles mir mögliche tue, um Arbeit zu finden. Irgendwann ist aber Schluss und die Psyche spielt nicht mehr mit. Bei dem einen früher, bei dem anderen später. Es ist extrem demotivierend wenn man keine Stellen findet, auf die man sich bewerben kann. Oder wenn man ständig Absagen bekommt. Da nützt es auch nichts, täglich oder mehrmals wöchentlich die Stellenanzeigen zu studieren. Im Gegenteil, das ist noch deprimierender.

So laufe ich also meine Einbahnstraße weiter ab und hoffe irgendwann eine Stelle zu bekommen.

Liebe Grüße
Tari

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