still ist es geworden…

… um Tari’s Sabbelblog. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Die sicher jeder von uns kennt. Ist gibt einfach Zeiten in einem Leben, oder Situationen, wo man einfach mal abschalten muss. Leider geht es mir im Augenblick gesundheitlich nicht so gut.

Körperlich zwar schon, bei dem konstanten Wetter[1. Zumindest im Vergleich mit meinem üblichen Zustand.], aber “das andere” eben nicht. Das es nun die letzte Woche sooo ruhig geworden ist, ist aber nicht weiter beunruhigend. Ich war primär damit beschäftigt, meinen Frühjahrsputz hinter mich zu bringen. Aber ich glaube ich bin vergleichsweise spät damit dran, wenn man sich den Rest der Bundesrepublik mal anschaut. Wie auch immer, ich habe eben mein eigenes Tempo.

Gestern war dann meine Gute Freundin Inge da. Ihre Mutter ist Näherin und ich fragte Inge, ob ihre Mutter mir nicht eine Gardine teilen könnte. Ich hatte diese aus unserer alten Wohnung mitgebracht, dort war sie maßgeschneidert worden für unsere große Terrassenfront. Diese Gardine wiederum hatte ich von unserer Nachbarin bekommen, als diese auszog. Es handelte sich hier um eine Doppelhaushälfte, so das ihre Gardine wunderbar passte :)

Für unsere jetzige Wohnung ist sie allerdings nicht mehr ganz so passend gewesen. Zwar haben wir hier auch eine große Fensterwand, jedoch ist das Fenster nicht durchgehend. Diese Gardinen bestanden aus einem großen Stores und zwei kleinen. Die beiden kleinen passen prima. Aber der große zog unser – beim Schweden gekauftes – Seilsystem beängstigend runter. :shock:

Da ich selber keine Nähmaschine besitze muss ich leider immer auf meinen Familien- oder Bekanntenkreis zurückgreifen. Ich hatte bisher einfach keine Gelegenheit mir eine zu kaufen, bzw. ich hatte nie das Geld übrig. Und sooft nähe ich ja nun auch nicht. Obwohl ich das früher gern gemacht habe in der Schule. Ich erinnere mich mit Grauen an meinen selbst genähten, quietsch-pinken, Kimono zurück. *urgs* Aber er war selbst genäht, und auch wenn meine Familie immer Augenkrebs bekam, wenn ich ihn trug – und ich ehrlich gesagt auch – ließ ich es mir nicht nehmen, ihn gelegentlich zu tragen.

Als Inge dann sagte: “Nö, das näht die nicht, das klebt die.” fiel mir ein, das ich selber auch so einen Klebegarn habe. Was ich vor Jahren mal von meiner Mutter in Form eines Pulvers bekam, sich aber eigentlich eher für dickere Stoffe wie Baumwolle eignet. Inge erzählte mir dann, sie habe so ein Band, welches wohl den gleichen Effekt habe, sie würde es mittags mal mitbringen. Gesagt getan.

Wir schnitten also erst die Gardine in zwei Hälften und fummelten dann die “Riffelschnur”, möchte ich sie mal nennen, wieder an Ort und Stelle. An der Schnittseite legten wir dann das Band ein, und schlugen die Gardine um.

Sauberer wäre gewesen, das ausgefranste zuerst umzukleben, und dann noch mal ordentlich einen Saum zu machen. Aber faul ist die Hausfrau und so haben wir das einfach so gelassen. So genau schaut da eh keiner hin *lol*

Die Anwendung ist denkbar einfach. Band drauf legen, Stoff umschlagen, ein Küchenhandtuch zum Schutz drüber legen und los bügeln. Mit ein bisschen Druck und schon klebt das ganze. Und hält 1A.

Eine versierte Hausfrau mag jetzt die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Aber dummerweise bin ich eben nicht die perfekte Hausfrau. Geschweige denn ist Handarbeit meine Lieblingsbeschäftigung. Wenn man es nicht weiß, sieht man es nicht. Und selbst wenn man es weiß, ist das so unauffällig, das es wirklich nicht ins Gewicht fällt. Und wer jetzt denkt, was erzählt die das denn jetzt auch noch in ihrem Blog… dem sei gesagt, das ich durchaus damit leben kann, zuzugeben nicht perfekt zu sein. Und ich weiß genau, es gibt Millionen junge Hausfrauen – und auch “ältere” – da draußen, denen es nicht besser geht. Also warum nicht? Inge und ich kommentierten unsere Arbeit mit dem Satz: “Wer näht denn heute noch?” :) Wir sind also durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. Und die andere Hälfte der Gardine werde ich dann demnächst mit auf den Flohmarkt nehmen, wo Inge und ich uns bald ein Wochenende um die Ohren schlagen wollen.

Unsere Pebbles – auch bekannt als: Kisten-Katzi, Prinzessin auf der Erbse oder auch Psycho-Kitty – machte es sich derweil übrigens in der anderen Hälfte der Gardine gemütlich. Typisch für sie. Als mein Mann das Bild sah, nannte er sie doch tatsächlich “Agro-Pebbles”. Und ohne diesen jugendlichen Slang zu beherrschen, guckte ich meinen Mann etwas dümmlich an, als er übersetzte, das Pebbles wohl alles andere als gut gelaunt sei und gleich an die Kamera springen würde. Finde ich übrigens gar nicht. Ursprünglich guckte sie nämlich in die andere Richtung, und ich als ich sie rief, war genau das der Blick. Und ich finde das ich hier ein super schönes Foto von ihr geschossen habe. Inge ist übrigens auch der Meinung. :)

Kevin hat das ganze, übrigens aus sicherer Distanz, ebenfalls beobachtet. Er liegt dort in einem offenen Fach im Wohnzimmerschrank. Einer seiner Lieblingsplätze. Denn dort ist er vor Pebbles – in diesem Fall ist sie dann die Psycho-Kitty – sicher. Sie bekommt immer wieder ein paar auf die Schnüss von ihm, aber sie lernt es einfach nicht *rofl*… Pebbles eben…

Jetzt habe ich aber noch ein – nee zwei – andere hausfrauliche Probleme. Und ich hoffe unter meinen Lesern kennt einer/eine einen guten Tipp.

Ich habe mir vor Jahren mal eine Häkeldecke für meinen heiß geliebten Wohnzimmertisch gekauft. Der seines Zeichens eine Glasplatte in der Mitte hat. Diese Decke passt perfekt auf diese Glasplatte. Da sich in der darunter befindlichen Schublade eh nie eine Deko befindet *hüstel* – sondern eher Krimskrams – ist das eine prima Retouche :)

Nun habe ich anfangs aus Zeitgründen – und obwohl die Frau auf dem Trödelmarkt mir gesagt hatte, es sei Handwäsche – das gute Stück in die Maschine gesteckt. Hin und wieder zwar nur, aber es ist vorgekommen.

Heute ist es selbst nach Handwäsche knüppelhart und inzwischen sind auch Flecken drin, die einfach nicht mehr raus wollen. Insbesondere bekomme ich diesen milchigen Schleier nicht mehr raus, der wohl nach dem bügeln entstanden ist. Wir haben hier in RLP sehr kalkhaltiges Wasser, was ich darauf zurückführe. Es sieht einfach nicht mehr hübsch aus. Hat jemand Tipps wie ich es wieder schön schöner bekomme?

Das andere Problem, das ich habe betrifft eine Weinflasche. Die ich eigentlich als Öl-Karaffe nutze. Diese war so schön rot. Und mit der Zeit – man macht sie ja mal sauber, sieht ja nicht schön aus, wenn sie immer neben dem Herd steht – geht die Folie, die eben das Rot der Flasche ausmacht, ab. Aber eben nicht vollständig…

Und ich bekomme diese Folie (ich weiß nicht, wie ich es anders nennen soll) nicht ab. Das Zeug ist hauchdünn, und lässt sich nicht weiter packen. Das ärgert mich total.

Ich hoffe man kann es gut genug erkennen. Hat da jemand einen Tipp?

Liebe Grüße
Tari

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