WirrWarr
Es lichtet sich.
Ich hatte schon mal erwähnt, das ich oft Tagelang oder gar Wochenlang an einem Artikel schreibe. Zum einen, werde ich immer wieder von anderen Dingen abgelenkt, zum anderen habe ich so die Möglichkeit Dinge sacken zu lassen. Das bedeutet im Klartext, das ich die Dinge oft noch mal Revue passieren lasse. Also sitze ich hier mitten im Text oder gar Satz und starre Löcher in die Luft. Meist fängt das dann an: “Wie formuliere ich das?” (… in Gedanken gehe ich dann die verschiedenen Möglichkeiten durch…). Oder ich überlege “Wie viel sage ich jetzt?” Wir hatten ja schon mal die Frage mit der Intimität (Achtung, neues Fenster).
Zu diesem Thema ist mir noch ein anderer Aspekt eingefallen… werde ich wohl mal in einem extra Artikel drauf eingehen. :yummie:
Ich möchte heute noch mal die Gelegenheit nutzen[1. Ich fing diesen Beitrag bereits vor Monaten an, etwa 10 Tage vor meiner London Reise. (Welche im November war...)], um mir ein paar Sachen von der Seele zu schreiben. Mir geht es nicht so gut. Ich bin ungern die Person die immerzu jammert und nörgelt. Weil ich ohnehin schon jemand bin, der eigentlich immer irgendwas hat. Aber wenn dann gleich mehrere Sachen auf einmal kommen, ist das schon … ja, scheiße.
Inzwischen geht es wieder, wie ich eingangs schrieb, lichtet sich das Dunkel. Ich kann und will hier nicht über Unglücklich-sein, Depressionen, Schmerzen und Frustration schreiben, aber all das sind Zustände die mir absolut nicht fremd sind. Aus den verschiedensten Gründen. Fakt ist, in meinem Kopf herrscht ein derartiges Wirr-warr das ich zeitweise nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ich weiß, ich muss es ordnen, aber ich befürchte ohne Hilfe geht das nicht. Und wenn ich das mal so schreiben darf: An diesen Punkt wollte ich, verf***** Sch**** noch mal, nicht mehr hin. Kommt also zu dem oben Genannten auch noch eine verfluchte Wut dazu. Aber zu dieser Wut habe ich nicht immer die Kraft.
Ein Beispiel:
Ich war im Rahmen des Busunfalls (um den sich im Moment all meine Probleme zu drehen scheinen), im Radiologischen Institut hier in Koblenz um ein MRT machen zu lassen. Auf diesem MRT war ein Stück meiner Schilddrüse zu sehen, welche wiederum “zystische Veränderungen” aufwies. Mit diesem Hinweis wurde ich zu meiner Ärztin geschickt. Diese ordnete ihrerseits eine genauere Untersuchung mittels Ultraschall und Blutabnahme (und noch etwas, bei dem ich völlig unbewegt vor einem “Ding” saß) an. Ich wurde informiert, das der Befund eine Woche dauern kann, ich solle schon mal einen Termin bei meinem Arzt machen. Ich rief dann also von Daheim bei meiner Ärztin an und wurde abgewimmelt, das man den Befund auch telefonisch abklären könne. Da ich die einfachsten Dinge nicht auf die Reihe bekomme, traute (und vergaß) ich mich nicht zu sagen, das ich ohnehin einen Termin wollte. (Situation 1 also.) Ich wartete also diese Woche ab und rief dann an. Frau L., die Arzthelferin die immer mit einem dicken Schal durch die Praxis läuft, erklärte mir dann am Telefon, das schon was festgestellt worden wäre, aber Frau Doktor keine Medikamentöse Behandlung anstrebt. “Früher oder später, muss die raus!”…. “Bitte???!” Frau L. wiederholte und führte aus, die Schilddrüse müsse über kurz oder lang raus und das würde man dann mit Medis auffangen. Derzeit bestünde aber kein Anlass dazu. Mal ehrlich: sowas kann man MIR nicht am Telefon sagen!! Ich habe panische Angst vor Operationen. Das bekam Frau L. auch direkt zu spüren, ich brach in Tränen aus – labil wie ich bin. Da mein Mann später einen Termin hatte, weil er krank war und eine Krankmeldung wollte, bot man mir an, doch dann kurz mit rein zugehen um mit Frau Doktor zu sprechen. Man versuchte mich zu beruhigen und war wirklich fürsorglich – wirklich sehr lieb.
Später in der Sprechstunde dann saß ich mit meinem Mann im Behandlungszimmer und Frau Doktor betrat die Szene. Sofort traf mich einer dieser Blicke der sagte: “Mensch, Mädel… also wirklich!” Was nun folgte war ein Monolog der seines Gleichen suchte. Angefangen bei “Wenn Sie sonst nichts zu weinen haben” bis hin zu Aussagen die eigentlich bedeuteten: “Was fragen Sie denn jetzt noch nach?”. Meine Beschwerden wurden ins lächerliche gezogen. Ich hatte schon früher den Eindruck als würde man mich “abwimmeln” in der Praxis, tat dies aber ab mit dem Gedanken, das ich mir das mal wieder einbilde. Aber nun saß mein Mann daneben… und sagte…. nichts. Ich auch nicht, ich lächelte nur… ich war schwach.
Und genau weiß ich immer noch nicht, was los ist… was passieren wird. Ich weiß nur, das ich jetzt demnächst wieder hin muss, damit das Blut noch Mal untersucht werden kann.
Später auf dem Weg zum Auto brach es dann aus meinem Mann heraus: “Also, warum hat die so mit dir gesprochen… ich fand das gleich etwas…. hart …” Also doch keine Einbildung. Und hier brach ich in Tränen aus… kommentiert durch meinen Mann mit: “Heul doch nicht immer gleich”.
Ich erzählte meiner Mutter davon und ihre erste Reaktion war: “Hat deine Ärztin denn mal eine Familienanamnese gemacht?” Denn meine Tante, hatte früher Schilddrüsenkrebs…
Liebe GrüßeTari
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