M5 oder wie mache ich eine Katze duselig

[Trigami-Review]
Verwirrend oder?

Dem ein oder anderen mag in den letzten Tagen ein ähnlicher Bericht untergekommen sein. Und auch hier geht es um die Sagen umwogten Taschenlampen aus dem Haus Zweibrüder ® Optoelectronics.

Produkt-TeaserBevor ich diese Taschenlampen zum testen bekam, war ich mir ehrlich gesagt nicht darüber bewusst, dass es 1. LED Technik in Taschenlampenform gibt und 2. diese dann so ergiebig wäre. Aber der Reihe nach.

Sicherlich ist die M5 mit 59 Euro nicht mal schnell gekauft. Aber das was man kauft ist dann jeden Cent wert.

Verpackt in einer hübschen, vor Transportschäden schützenden, schwarzen Box zusammen mit den passenden Batterien. Diese musste ich natürlich direkt einlegen, ohne das ich in diesem Moment eigentlich Zeit dafür hatte. Der Postbote kam nämlich etwas unpassend, ich war gerade auf dem Sprung.

M5 LED Lenser von InnenWie man sieht, herkömmliche AA (Mignon) Batterien. Auch sehr schön hier auf diesem Bild zu sehen, die Hartvergoldeten Kontakte. Ja ja, Gold. Das Material ist hochwertig; das fühlt man sofort. Griffig, liegt die Taschenlampe prima in der Hand. Und mit nur 74g bei guten 10cm ein überschauliches kleines Lämpchen.

Der Lichtkegel – von bis zu 110m – des patentierten Advanced Focus Systems lässt sich im übrigen mit dem Speed-Focus bequem mit einer Hand einstellen. Dies geschieht mit dem vorderen Teil der Taschenlampe (etwa 2,5cm).  Dies sei nur erwähnt für Leute die auf so was Wert legen. In der Regel ist die Lampe so hell, das eine Fokussierung nicht mehr erforderlich ist. Apropos Helligkeit: Genau auf diesem Stück der Lampe (die 2,5cm) befindet sich ein kleines Warnschildchen, welches nicht umsonst dort zu finden ist. Denn ein direkter Augenkontakt (jemandem dirket in die Augen leuchten – oder auch nur in die Nähe) sollte vermieden werden. Das Ding ist wahnsinnig hell!!

Ist die Batterie eingelegt, kann man auch schon loslegen. Was mir als erstes auffiel; der Schalter befindet sich nicht wie bei anderen Taschenlampen an der Längsseite. Sondern oben drauf. Schaut man sich also die Position der Taschenlampe auf dem oberen Bild an, so drückt man nur oben drauf. Zur besseren Ansicht vielleicht mal folgendes Foto.

M5/M1/K1 LED LenserHier mit einem Roten Pfeil markiert, wo die Taschenlampe eingeschaltet wird. Man kennt diese Art Taschenlampen vielleicht aus diversen TV Krimi-Serien. Ich nenne sie immer ganz liebevoll: “Cops-Taschenlampe”.

Und genau über diesen Knopf werden auch die verschiedenen Modi gesteuert, zu denen diese Lampe fähig ist.

  • 100% Modus – welches dann eine Ausbeute von 88 Lumen bedeutet
  • 15% Modus – wohl selbsterklärend
  • und der Strobe Modus, den ich selber erst mal nicht kannte. Eine Art Flashlight. Besonders geeignet um Angreifer zu blenden, sollte man beispielsweise Überfallen werden oder ähnliches. Ein fürchterliches Licht, welches somit seinen Zweck voll und ganz erfüllen würde.

Ermöglicht werden diese Modi durch den integrierten Microprozessor. Was allerdings passiert, wenn dieser Prozessor mal kaputt gehen sollte, kann ich nicht sagen. Aber was ich sagen kann ist, dass das so schnell nicht passieren wird.

Opel Omega vs. M5 LED LenserBeweise? Bitteschön. Hier hat mein Mann mir geholfen, weil ich ja keinen Führerschein habe. Die Herrschaften von LED Lenser wollten einen Extrem-Test, hier haben sie einen. Wir haben kurzerhand unser Auto auf der Taschenlampe geparkt, und wie man sieht: sie leuchtet munter weiter. Bis auf ein paar Kratzer, die darüber hinaus kaum der Rede wert sind, hat die Taschenlampe diesen Test völlig unbeschadet überstanden. Da es sich ja hier nur um ein Rad des Autos handelt, stehen hier Pi x Daumen 420 kg auf dem Gehäuse. Beachtlich, nicht wahr? Um ehrlich zu sein, ich hätte diesen Test mit einer normalen Taschenlampe nicht durchgeführt. Aber wer sein Produkt so anpreist – und es mir dann auch noch kostenlos zur Verfügung stellt – der muss damit rechnen

M5 vs. PebblesFür einen weiteren Test stand unsere Katze Pebbles mehr oder minder Model. Geplant hatten wir das so zwar nicht, aber sie reagierte auf das Licht und wollte es fangen. Was sie normalerweise nur bei einem Laserpointer tut.

Fazit:

Insgesamt ist die M5 aus dem Hause LED Lenser mit 59 Euro sicher kein Schnäppchen. Und ich wäre wohl auch nicht auf die Idee gekommen mir in dieser Preiskategorie eine Taschenlampe zu kaufen. Wer aber beispielsweise beruflich eine Taschenlampe benötigt oder Wert auf Qualität und Design legt der investiert hier in ein 1A Markenprodukt. Die Bedienungsanleitung ist übersichtlich gehalten und wäre eigentlich nicht nötig. Denn es liegt eine hübsche, hochwertige Smart Card bei, die die einzelnen Licht-Modi anschaulich erklärt. Im Visitenkartenformat kann man sie immer dabei haben, ohne das sie groß Platz weg nimmt oder sperrig wird.  Und mal ehrlich, wer braucht eine Bedienungsanleitung zum Batterien einlegen?

Zusätzlich bekommt man eine robuste Gürteltasche, in der man die Lampe immer griffbereit hat.

Bei der M5 lässt sich alles fein bedienen und mir entsteht nicht der Eindruck das ich hier bald mit Verschleiß rechnen muss. Wie gesagt, das Material ist hochwertig und fühlt sich angenehm an. Drei kleine Kritikpunkte habe ich jedoch.

  1. Ich habe die Lampe mit meiner Kamera getestet. Sprich ich wollte die Kamera sauber machen und ich Blindes Huhn habe mir die Lampe zur Hilfe genommen um bloß kein Staubkorn zu übersehen. Da ich zu diesem Zweck beide Hände frei haben musste (weil Reinigungsutensilie und Kamera in Händen) nahm ich die Lampe Kiefer Sutherland-like in den Mund zwischen die Zähne. Nennt mich überempfindlich oder kleinlich: dieses Metall direkt auf den Zähnen ist alles andere als lecker oder angenehm. Ich könnte mir vorstellen, das man eine Taschenlampe öfter so benützen muss… wäre also mal ein Denkanstoß für die nächste Generation Taschenlampen . Die Leuchtkraft jedoch war einwandfrei
  2. Eben bei diesem Test, stellte ich die Lampe zur Seite und vergaß das ich sie an hatte. Als ich wenige Minuten später Platz auf dem Tisch machen wollte, fasste ich die Lampe am vorderen Teil an und erschrak förmlich. Laut Hersteller wird die Lampe nicht wärmer als 33°c. Ich kann mich irren, aber das war wärmer! Leider habe ich nicht so eine Infrarot-Pistole zum messen…
  3. Die Bedienung ist Gewöhnungsbedürftig, ich habe auch nach mehrmaligem probieren immer noch nicht raus, in welcher Reihenfolge die Lichtmodi geschaltet sind. Sprich wenn ich in eine Gefahrensituation komme und den Strobe-Modus nutzen möchte, geht mir womöglich wertvolle Zeit flöten. Ein Vorteil sicher, dass das Licht ohnehin wahnsinnig hell ist und somit der Angreifer, ob flash oder nicht, geblendet wird. Mein Mann hat hier einen schönen Trick gefunden; den Knopf nicht ganz durchzudrücken und somit kommt man schnell zum nächsten Modus – ähnlich wie beim Autofokus einer Kamera.

Übrigens, die Community habe ich jetzt nicht getestet. Ehrlich gesagt, ist mir schleierhaft wozu man sie braucht

Liebe Grüße
Tari

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